Gesund­heits­wirt­schaft: Chancen der Di­gi­ta­li­sie­rung jetzt nutzen

April 2019 – Auf dem „2. Strategietag Gesundheit“, einer gemeinsamen Veranstaltung der Hamburg Commercial Bank und IBM, diskutierten am 8. Mai 2019 Vertreter etablierter Unternehmen und erfolgreicher Start-ups mit Reprä­sen­tanten aus Wissen­schaft, Politik und Ver­bän­den die Zukunft der deutschen Gesund­heits­wirt­schaft. Ziel der ganztägigen Ver­an­staltung auf dem Inno­vation Campus der Hamburg School of Busi­ness Ad­minis­tration war es, Lösungen zu erarbeiten, die die Innovations­kraft in der Gesund­heits­wirt­schaft weiter stärken.

Sandro von Korff, Leiter Gesund­heits­wirt­schaft bei der Hamburg Commercial Bank, äußerste sich insgesamt positiv zu Deutsch­lands Zukunfts­aus­sichten: „Made in Germany ist immer noch ein Qualitätssiegel, gerade in der Gesund­heits­wirt­schaft. Zu­verläs­sig­keit, Lang­lebig­keit, Effizienz – damit werden deutsche Unter­nehmen auch weiterhin punkten.“ Der Unter­bau sei nicht zuletzt eine Fach­aus­bildung, die weltweit einen heraus­ragenden Ruf genieße. Ins­ge­samt wünschte sich von Korff für die Zukunft aber noch mehr Mut für Innovation in der Gesund­heits­wirtschaft.

Innovationstreiber in der Gesund­heits­wirt­schaft sind dabei neben dem internationalen Wettbewerb ins­be­sondere techno­logische Fortschritte

Innovationstreiber in der Gesund­heits­wirt­schaft sind dabei neben dem internationalen Wettbewerb ins­be­sondere techno­logische Fortschritte.

„Made in Germany ist immer noch ein Qua­li­täts­siegel, gerade in der Gesund­heits­wirt­schaft. Zu­ver­lässig­keit, Lang­lebig­keit, Effizienz – damit werden deutsche Unter­nehmen auch weiterhin punkten.“

Sandro von Korff, Leiter Gesund­heits­wirtschaft bei der Hamburg Commercial Bank

Innovationstreiber sind dabei neben dem internationalen Wettbewerb insbesondere technologische Fortschritte. „Auch das Gesundheitswesen wird digital“, so Oliver Rong, Head of Healthcare Deutschland-Österreich-Schweiz bei Roland Berger, und forderte mehr Tempo auf dem Gebiet. „Deutschland ist eine führende Exportnation und das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Forschung und Entwicklung.“

Lukrative Nischen Visual

„Auch das Gesund­heits­wesen wird digital.“

Oliver Rong, Head of Healthcare Deutschland-Österreich-Schweiz bei Roland Berger

Auch für Gesundheits­dienst­leistungen könne das so sein, sagte Rong. Dies, zumal ein großer Heimat­markt auch Innovationen ermögliche. Diese könnten dann weltweit ausgerollt werden. „Die hohe Behandlungs­qualität zu vernünftigen Kosten beginnt sich langsam herum­zu­sprechen. Daher steigt die Attraktivität Deutsch­lands als Leistungs­bringer für aus­ländische Patienten zunehmend.“ Allerdings, so der Experte von Roland Berger, werde auch das Gesund­heits­system digital. Hier müsse es schnell darum gehen, Daten­schutz­regeln zu definieren und die durch eine verbesserte Daten­nutzung möglichen Potenziale zu heben.

Ein Beispiel für die Medizin der Zukunft ist die Tele­medizin: Patienten etwa im ländlichen Raum, die immer weitere Wege zu immer weniger Ärzten in Kauf nehmen müssen, erleichtert sie das Leben. Anfang 2019 ver­kün­de­te die Rhön-Klinikum AG, zu­sam­men mit dem Partner Medgate in den Markt für Tele­medizin in Deutsch­land ein­zu­stei­gen. „In allen Dienst­leistungs­be­reichen gehören Apps und neue Tech­no­lo­gien längst zu unserem grund­le­gen­den Ver­ständ­nis“, so Stephan Holzinger, CEO der Rhön-Klinikum AG. Er rechne aufgrund der Erfahrungen aus dem Ausland damit, dass rund 30 Prozent der ambulanten Fälle telemedizinisch patientengerecht versorgt werden könnten.

„In allen Dienst­leistungs­be­reichen gehören Apps und neue Techno­lo­gien längst zu unserem grundlegenden Verständnis.“

Stephan Holzinger, CEO von Rhön-Klinikum

„Die Qualität und Effizienz der Gesundheits­ver­sorgung wird kontinuierlich gesteigert“, befand ebenfalls Dr. Michael Meyer, Head of Strategy, Business Development and Government Affairs Europe and Middle East, Siemens Healthineers. Einer wachsenden Zahl von Menschen werde damit der Zugang zu hochwertiger Medizin ermöglicht. Vorangetrieben werde die Produktivät der Branche dabei durch die horizontale und vertikale Differnzierung. Zudem werde Medizin, so der Experte von Siemens Healthineers, präziser und zugänglicher – Patienten agierten eigenverantwortlicher.

2. Strategietag Gesund­heit der Hamburg Commercial Bank

Wo und wie kann die deutsche Gesund­heits­wirt­schaft im globalen Wett­be­werb führen? Am 8. Mai 2019 diskutieren anerkannte Experten aus Wissen­schaft, Politik und Verbänden die Zukunft der deutschen Gesund­heits­wirt­schaft in Vorträgen und Workshops auf dem HSBA Innovation Campus in Hamburg.

Branchenstudie „Gesund­heits­wirt­schaft: Neue Strategien in einem wachsenden Markt“

Die Branchenstudie „Gesundheits­wirtschaft: Neue Strategien in einem wachsenden Markt“ beschäftigt sich mit den künftigen Heraus­forderungen für die Ge­sund­heits­wirt­schaft und erläutert Lösungs­an­sätze, wie sich die Ent­wicklungen strategisch einbetten lassen. Haben Sie Interesse an der Studie? Senden Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Gesund­heits­studie“ an thomas.miller@hcob-bank.com und Sie erhalten die voll­ständige Studie.