Kryptowährungen erleben seit Jahren einen Boom

Juli 2021 – Kryptowährungen wie Bitcoin, Etherund Co. erleben seit Jahren einen Boom. Der Bitcoin steigerte seinen Wert binnen eines Jahres um etwa 330 Prozent und bei Ethereum war im Vergleich zum Vorjahr eine Wertsteigerung von 1.040 Prozent zu beobachten. Sogar prominente Investoren wie Tesla-Gründer Elon Musk beschäftigen sich mit den virtuell geschaffenen Währungen.

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Doch die digitalen Vermögenswerte unterscheiden sich gravierend von den uns vertrauten staatlichen Währungen: sie existieren nicht physisch, wie Scheine oder Münzen, sondern werden rein digital generiert. Es gibt häufig keine zentrale Behörde oder Kontrollinstanz wie eine Zentralbank und sie werden zumeist über die Blockchaintechnologie sowie ein dezentrales Netzwerk gehandelt. Doch vor allem sind Kryptos extrem volatil.

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Als erstes Land weltweit lässt El Salvador nun den Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zu. Ein Schritt, der große Auswirkungen haben könnte, sagt HCOB-Chefvolkswirt Dr. Cyrus de la Rubia. Vorteile sieht de la Rubia in einem vom US-Dollar unabhängigen Zahlungssystem für die existenziellen Überweisungen aus dem Ausland, die El Salvador benötigt. Setzt man die Weltbank-Schätzung von drei Prozent als Transaktionskosten an, ließen sich bis zu 0,7 Prozent des BIP an Kosten sparen. Eine Gefahr sind dagegen die zum Teil erheblichen Preisschwankungen bei Bitcoin. Gravierende Verluste oder sogar Totalverluste sind Szenarien, mit denen Anleger*innen rechnen müssen.

Im Podcast „All Things Digital Assets“ spricht unser HCOB-Kryptowährungsexperte de la Rubia über den Bitcoin als Inflationsschutz, das digitale Gold-Narrativ, Regulierung von Kryptowährungen und eine breite Palette weitere Makrothemen.