Investitionen in Infrastruktur: großer Nachholbedarf

Oktober 2021 – Die Corona-Pandemie hat vor Augen geführt, dass auch in den entwickelten Ländern Europas großer Nachholbedarf vor allem bei der digitalen Infrastruktur herrscht. Auf dem „Infrastructure Investor - Global Summit 2021“ Mitte Oktober in Berlin bekommt dieses vordringliche Thema die passende Bühne. Die Hamburg Commercial Bank ist mittendrin.

Bahn

Eine intelligente Infrastruktur ist die Antwort auf gleich mehrere der größten Herausforderungen unserer Zeit: den Klimawandel, die Urbanisierung, die demografische Entwicklung und die Ressourcenknappheit. Die Technik hat dabei den Auftrag, das Leben einfacher, sicherer, angenehmer und nachhaltiger zu machen. „Die Digitalisierung ermöglicht es, bisher getrennte Bereiche wie Stromnetze, Gebäude, Fabriken und Mobilität sinnvoll miteinander zu vernetzen. So werden zum Beispiel erneuerbare Energien optimal genutzt und ganz neue Geschäftsmodelle, wie die Monetarisierung von Energiespeicherung zur Netzstabilisierung, ermöglicht“, sagt Inka Klinger. Sie ist Head of Project Finance der Hamburg Commercial Bank. Vom 18. bis 21. Oktober nehmen Expert:innen für Projektfinanzierung der Hamburg Commercial Bank am Gipfeltreffen der weltweiten Infrastruktur-Community in Berlin teil: dem „Infrastructur Investor – Global Summit 2021“.

Infrastruktur

HCOB: „First Mover und Innovator“ in Sachen Infrastruktur

Vier Tage lang dreht sich in der deutschen Hauptstadt alles um den Themenkomplex globale und vor allem digitale Infrastruktur. Auch die soziale Komponente des Themas und die Nachhaltigkeit werden in den international hochrangig besetzten Foren und Podiumsdiskussionen ausführlich diskutiert.

Der Nachholbedarf besonders bei der digitalen Infrastruktur ist immens. Das gilt für die Privatwirtschaft, aber auch die öffentliche Hand. Allein die deutschen Kommunen haben über die vergangenen Jahre einen Investitionsrückstand von rund 150 Milliarden Euro aufgebaut. Um diesen Investitionsstau aufzulösen, braucht Deutschland eine öffentliche Investitionsoffensive: Rund 457 Milliarden Euro müssten innerhalb der nächsten zehn Jahre zusätzlich in die öffentliche Infrastruktur Deutschlands investiert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie vom Juni 2021 des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) und des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung.

Finanzierer wie Umsetzungs-Know-how sind damit gefragt. Und hier kommt die Hamburg Commercial Bank ins Spiel. Sie versteht sich als „First Mover und Innovator“ auf dem Gebiet der Infrastrukturinvestments, wie es Inka Klinger formuliert.

Infrastrukturfinanzierungen nach Asset-Klassen und Regionen

HCOB: führend bei der Finanzierung des Ausbaus von Glasfasernetzen

Bereits seit 1994 engagiert sich die Hamburg Commercial Bank in Projekten der Infrastruktur. Sie gehört europaweit zu den Top 15 Finanzierern bei Infrastrukturprojekten.
Mitte 2021 hat sie beispielsweise eine der wichtigsten Infrastruktur-Transaktionen im Glasfaserausbau auf der iberischen Halbinsel abgeschlossen. Im Auftrag ihres langjährigen Kunden dstelecom strukturierte die Bank die Ausbaufinanzierung, die es Portugals führendem privaten Open-Access-Glasfasernetzbetreiber ermöglichen wird, insgesamt eine Million Anschlüsse bereitzustellen.

„Unsere Topposition am Markt ist für uns Ansporn, unseren Kundinnen und Kunden die besten Lösungen zu bieten. Dazu gehört auch, dass wir uns stetig weiterentwickeln und die Trends der Branche kennen und mitgestalten“, sagt Inka Klinger. Und ergänzt: „Wir engagieren uns mit zahlreichen Transaktionen erfolgreich am Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland sowie bei der Entwicklung von Datencentern. Unsere Expertinnen und Experten kennen die Megatrends für digitale Infrastruktur sowie rund um Power und Energy, wie etwa District Energy, Storage oder auch Waste-to-Energy. Sie gestalten mit unseren Kundinnen und Kunden Projekte, die die Zukunft voranbringen.“

Der Einsatz von Glasfaser ist energiesparender als die Verwendung von Kupfer oder VDSL. Glasfasernetze ermöglichen einen effizienten Ausbau der digitalen Infrastruktur in Europa. Transaktionen wie jüngst in Portugal passen bestens in das Kreditbuch der Hamburg Commercial Bank, die ihr Handeln an etablierten ESG-Kriterien ausrichtet und sämtliche Finanzierungen auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglich prüft.