Kunststiftung der HCOB fördert „sinn.vor.ort“

Oktober 2021 – Seit nunmehr knapp 30 Jahren unterstützt die Kunststiftung der Hamburg Commercial Bank zeitgenössische bildende Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein. Gefühlt war die Arbeit nie wichtiger als heute. Ein neues Projekt in Pinneberg zeigt, wie Kunst dabei helfen kann, die Corona-Pandemie hinter uns zu lassen.

Aufgeschlagenes Buch vor rosa Wand

Der öffentliche Raum muss wiederentdeckt und neu belebt werden. Das ist die zentrale Idee hinter dem Projekt „sinn.vor.Ort“, das am 2. Oktober in Pinneberg bei Hamburg anläuft. Das Pinneberg Museum und die Kunstgruppe „feine Menschen“ wollen dabei an insgesamt drei Oktoberwochenenden den öffentlichen Raum Pinnebergs rund um den Drosteiplatz mit ihrer Kunst erobern und damit neu beleben. „Durch die Aktionen wird sowohl der jeweils spezifischen Lokalgeschichte als auch den zeitgenössischen Entwicklungen unserer Gesellschaft Ausdruck verliehen und ihre jeweilige Relevanz hinterfragt“, sagt Ina Duggen-Below, Leiterin des Museums Pinneberg.

Installation an der Wand

Hamburg Commercial Bank mit langer Tradition bei der Kunstförderung

Unterstützt wird das Projekt durch die Kunststiftung der Hamburg Commercial Bank. Die HCOB fördert über ihre 1992 von der LB Kiel gegründete Kunststiftung die zeitgenössische bildende Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein. Die Stiftung ermöglicht es einem Kurator, ein dem Stiftungszweck entsprechendes Kunstprogramm zu erarbeiten und umzusetzen.

Im Kern des Stiftungszwecks geht es dabei vor allem um die Förderung junger, talentierter Künstlerinnen und Künstler. Besonders der Start in diesen so erfüllenden wie ebenso mit vielen Unwägbarkeiten verbundenen Beruf erfordert Mut und eine starke, fördernde Hand.

„Das Spannende an diesem Projekt ist die Förderung der physischen Auseinandersetzung mit Kunst und Raum. Es geht um die eigene räumliche Verortung des Menschen, welche die Wahrnehmung aktiviert und eine unmittelbare Reaktion der Betrachtenden hervorruft.“

Angela Krzykowski & Nicole Neumann, Vorstände der HCOB Kunststiftung für Schleswig-Holstein

Förderung junger Kunst im Vordergrund

Mit der Performance-Künstlerin Sabrina Schuppelius, die 2019 ihren Master an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel erwarb, ist ein solches junges Talent in Pinneberg am 2. Oktober aktiv. In ihrer Auftakt-Performance „An bei“ will Schuppelius durch choreografisches Gehen die Bewegungen und Abläufe des städtischen Raums neu erfahrbar machen. Ein Raum, den viele für uns in den vergangenen Jahren als zu selbstverständlich, oft als nebensächlich betrachtet haben und den es jetzt wieder für die Gemeinschaft zu erschließen gilt.

Auch die vier Künstler:innen von „feine menschen“ wollen ihren Teil dazu beitragen. Die Kunstgruppe ist bekannt für ihre Aktionen, mit denen sie feinsinnig die Selbstverständlichkeit des öffentlichen Raums infrage stellt sowie niedrigschwellig dessen gesellschaftliche Relevanz thematisiert.

„Das Spannende an diesem Projekt ist die Förderung der physischen Auseinandersetzung mit Kunst und Raum. Es geht um die eigene räumliche Verortung des Menschen, welche die Wahrnehmung aktiviert und eine unmittelbare Reaktion der Betrachtenden hervorruft“, sagen Angela Krzykowski und Nicole Neumann aus dem Vorstand der Kunststiftung der HCOB.

Insgesamt sind 28 Künstler:innen an der Gesamt-Performance an allen drei Oktoberwochenenden beteiligt, darunter auch die Kreativschreibgruppe „Der Schnipsel“ und der Bildhauer Oskar Schroeder.