SmartFact: Factoring auf die besonders clevere Weise

Oktober 2021 – Mit dem Abflauen der Corona-Pandemie in vielen Ecken der Welt blüht der weltweite Handel wieder auf: Doch angesichts wirtschaftlicher Unwägbarkeiten und mancher Devisenstürme sollten deutsche Handelsunternehmen bei der Finanzierung auf Nummer sicher gehen. Das Produktangebot „SmartFact“ der Hamburg Commercial Bank leistet dabei wertvolle Hilfe.

Krähne

Wenn eines mit Sicherheit sicher ist, dann das nichts mehr sicher ist. Spätestens der Ausbruch der Corona-Krise im Frühjahr 2020 und der darauffolgende jähe Einbruch der Realwirtschaft rund um den Globus haben gezeigt, wie fragil viele Lieferketten bis dato geknüpft waren. Die Havarie des Containerriesen „Ever Given“ im Suezkanal im Frühjahr dieses Jahres war eine weitere, sehr bildhafte Bestätigung für die Vermutung, dass die Stabilität der Supply Chains bei Weitem nicht mehr mit dem Tempo der Globalisierung mithalten kann.

Handel: Damoklesschwerter Zahlungsverzug oder gar -ausfall

Eine 100-prozentige Sicherheit wird es im Handelsleben niemals geben. Wo Chancen winken, lauern stets auch Risiken. Gerade deutsche Handelsfirmen, die seit Jahren oder Jahrzehnten erfolgreich Geschäfte in aller Welt machen, wissen darum. Sie wissen aber auch zugleich, dass sich bestimmte Risiken wenn nicht komplett ausschließen, so doch wenigstens weitgehend minimieren lassen. Dazu gehören nicht zuletzt stockende oder gar komplett wegbrechende Zahlungen von Kunden im Ausland. Viele mittelständische Handelsunternehmen kann das in Liquiditätsengpässe bringen, wenn sie selbst in Vorleistung gehen und die Waren ausliefern – dann aber nicht dafür in angemessener Höhe oder erträglicher Zeitspanne entlohnt werden.

Person arbeitet am Laptop

Factoring: künftige Forderungen sofort zu Geld machen

Abhilfe schafft in diesen Fällen der Forderungsverkauf mittels Factoring. Die Grundidee: Die Handelsunternehmen erhalten von der Factoring-Gesellschaft sofort Cash und nehmen dafür einen gewissen, überschaubaren Einbehalt in Kauf, der bei späterer Begleichung der Schuld durch den Käufer wieder ausgezahlt wird. Damit bleiben die Firmen jederzeit liquide, können die Einnahmen für die Finanzierung neuer Geschäfte nutzen, schonen ihre Bilanz und ersparen sich manchen Überbrückungskredit. Mit ihrem Produkt „SmartFact“ hat die Hamburg Commercial Bank dabei ein besonderes ausgefeiltes Angebot für ihre Kundschaft im Portfolio. Nutzbar ist es für alle Handelsgeschäfte mit Einzelforderungen oder Forderungs-Pools ab einem Volumen von zehn Millionen Euro oder US-Dollar sowie Laufzeiten ab einem Jahr. Die Handhabung für die Kunden ist dank der browserbasierten Steuerung denkbar bequem.

Zahlungsziele von bis zu 180 Tagen vorab finanzieren

Einer der jüngsten Abschlüsse gelang dabei für die BdV Behrens GmbH aus Hamburg. Dahinter steckt ein inhabergeführtes, mittelständisches Handelsunternehmer, das verstärkt in Mittel- und Lateinamerika Handelsgeschäfte in den Bereichen Chemie, Nahrung und Pharma auf US-Dollar-Basis abwickelt. Allein aufgrund der immensen Lieferwege ergeben sich überdurchschnittlich lange Zahlungsziele von bis zu 180 Tagen. „Unser Kunde hatte aufgrund positiver Geschäfts- und Umsatzaussichten einen gesteigerten Finanzierungsbedarf. Factoring ist genau für diese Wachstumsphasen das ideale Instrument, um das Working Capital des Unternehmens am Laufen zu halten“, sagt Jan Schubert, Factoring-Fachmann bei der Hamburg Commercial Bank.

BdV Behrens benötigt wie viele Handelsfirmen zur Sicherstellung des Working Capital neben der Finanzierung von Forderungen auch ausreichend Kapital für den Wareneinkauf und die notwendigen Anzahlungen. Das wurde in diesem Fall bisher auch von weiteren Banken finanziert, sodass die Einbindung des SmartFact-Programms unter anderem in diesem Kreis der Finanzierer abgestimmt werden musste.

„Wir schätzen am Factoring über Smart Fact die Möglichkeit, auch sehr kurzfristig Liquidität für neue Geschäfte auf Basis unseres komplexen und diversifizierten Forderungsbestands, parallel zur konventionellen Finanzierung, generieren zu können“, sagt Christoph Marquardt, Managing Director von BdV Behrens. Und ergänzt: „Die praktische Handhabung im Tagesgeschäft, die termingerechte Abwicklung aller Vorgänge sowie die Möglichkeit flexibler, individueller Anpassungen des Programms an unsere Bedürfnisse geben uns zusätzlichen Spielraum.“

Besonders stolz sind Jan Schubert und seine Kolleg:innen auf drei Dinge: „Erstens gelang uns so der Ankauf von Forderungen in US-Dollar und Euro aus mehr als 40 Ländern in den für BdV Behrens relevanten Exportmärkten. Zum Zweiten erfolgte die Abwicklung des damit einhergehenden Zahlungsverkehrs aus einer Hand Und drittens kam es trotz Corona-Krise und der vielfältigen Lockdowns in allen Teilen der Welt zur termingerechten Auszahlung.“

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André Niewels

Abteilungsdirektor/Senior Vice President

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