Windenergie: verheißungsvolles Revival

September 2021 – Die Branchenexpert:innen der Hamburg Commercial Bank freuen sich auf die kommende Husum Wind. Nicht nur, weil die Messe erstmals wieder live stattfindet. Sondern auch, weil die Windenergie nach einer Phase der Flaute vor einem vielversprechenden Comeback steht.

Windrad

Bei Inka Klinger, Head of Project Finance der Hamburg Commercial Bank (HCOB), steigt die Vorfreude auf den Messestart am 14. September. Während die 2020er-Ausgabe der Messe wie leider so viele Veranstaltungen ein Opfer der Corona-Pandemie wurde, erwarten sie und ihr Team endlich wieder vier spannende Messetage, erhellende Fachgespräche und den Austausch mit Kund:innen live vor Ort.

Hamburg Commercial Bank mit großer Tradition als Geldgeber der Windenergie

Die HCOB wird – wie bereits vor zwei Jahren – auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH vertreten sein.

Inka Klinger: „Wir freuen uns sehr. Wir sind der stark gewachsenen Branche, die bei der Erreichung globaler Klimaziele eine zentrale Rolle spielt, unverändert eng verbunden. Die Finanzierung von Projekten aus dem Bereich erneuerbare Energien ist und bleibt ein Wachstumsbereich der Hamburg Commercial Bank." Die HCOB ist der Branche bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten ein treuer Begleiter – und damit ein Finanzierungspionier der ersten Stunden.

Das überzeugte Festhalten der Hamburg Commercial Bank und die Treue zur Windbranche sind keine Selbstverständlichkeit. Nach Jahren stetigen des Wachstums – nicht zuletzt dank der üppigen Förderungen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – hatte der deutschen Windindustrie der geschäftliche Wind zuletzt selbst stark ins Gesicht geblasen. Manches Unternehmen ist wieder vom Markt verschwunden; bestehende und neue Projekte müssen vor dem Hintergrund sinkender Subventionen, aber auch wachsender Bürgerproteste und zunehmender Regulierung viel spitzer als früher geplant werden. Doch die stärkere Orientierung nicht nur am ökologisch Sinnvollen, sondern auch am ökonomisch Machbaren muss kein Hindernis beim weiteren Wachstum sein.

„Wir sind der stark gewachsenen Branche, die bei der Erreichung globaler Klimaziele eine zentrale Rolle spielt, unverändert eng verbunden. Die Finanzierung von Projekten aus dem Bereich erneuerbare Energien ist und bleibt ein Wachstumsbereich der Hamburg Commercial Bank.“

Inka Klinger, Global Head of Infrastructure Project Finance der Hamburg Commercial Bank

Ausbauzahlen bei der Windenergie zeigen wieder nach oben

Im Gegenteil: Seit Jahresbeginn geht es mit der Windenergie jedoch wieder spürbar voran – das dürfte auch unter den Besucher:innen der Husum Wind die Laune heben. Im ersten Halbjahr 2021 wurden in Deutschland 240 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 971 Megawatt (MW) installiert. Zum Vergleich: Der Zubau im ersten Halbjahr 2021 übertrifft nach Berechnungen des Bundesverbandes Windenergie „bereits die Menge, die im Gesamtjahr 2019 installiert wurde und liegt 62 Prozent über der Leistung, die im ersten Halbjahr 2020 in Betrieb genommen wurde“.

„Die Entwicklung der Ausbauzahlen von Windenergie an Land bleibt positiv. Die Talsohle ist durchschritten. Die letzten Ausschreibungsergebnisse zeigen, dass sich die Genehmigungslage weiter verbessert“, sagt Verbandspräsident Hermann Albers. „Vor uns liegt allerdings immer noch ein steiniger Weg, den es jetzt dringend zu ebnen gilt. Um die ambitionierten Klimaziele auf europäischer und nationaler Ebene zu erreichen, müssen jetzt politische Weichen gestellt werden“, fordert Albers.

Die Nachfrage nach erneuerbarer Energie wächst rasant. „Mobilität, Wärme und Digitalisierung sowie der stark ambitionierte Umstieg der Industrie setzen neue Maßstäbe. Es muss daher alles getan werden, insgesamt mehr Genehmigungen zu ermöglichen“, heißt es beim Bundesverband Windenergie.

Windrad auf einem Sandboden

Quelle: Zielke research consult

Wasserstoff auf Windbasis als „next big thing“

Zusätzliche Windkraftanlagen an Land und auf hoher See werden notwendig werden, wenn sich auch nur ein kleiner Teil der kühnsten Träume von der „Windwasserstoff-Wirtschaft“ erfüllen sollte. „Grüner Wasserstoff“ auf Basis von Windstrom bildet einen der Hauptschwerpunkte der Messe – neben „Onshore/Offshore“, dem Bereich „Repowering & Recylcing“ sowie „Sektorenkoppelung & Speicherung“.

Windwasserstoff ist der Stoff, von dem die Branche derzeit im positiven Sinne träumt. In Europa und Großbritannien entwickelt sich eine dynamisch wachsende Wasserstoffwirtschaft; Windenergie, und hier besonders Offshore-Wind, ist dafür der zentrale Treiber. Offshore-Branche, Industrie und Politik haben hierzulande und europaweit die Potenziale für die Erzeugung von klimafreundlichem Wasserstoff und grünen Kraftstoffen erkannt. Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems und Leiter des Competence Center Klima und Energie im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau (VDMA): „Klimaneutrale Industrie braucht die Windenergie.”

Es sei an dieser Stelle ergänzt: Und es braucht dafür die passenden, kompetenten und gut vernetzten Kapitalgeber. Für das Thema Offshore und grüner Wasserstoff gibt es dieses Jahr auf der Husum Wind auf rund 1.000 Quadratmetern einen eigenen neuen Ausstellungsbereich, in dem in- und ausländische Aussteller aus europäischen Kernmärkten innovative Technologien und Produkte für den boomenden Markt präsentieren.

Inka Klinger

Global Head Infrastructure Project Finance

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