Solides Geschäftsjahr 2018 für Hamburg Commercial Bank

  • Konzernergebnis vor Steuern 97 (-453) Mio. Euro
  • Harte Kernkapitalquote weiter auf 18,5 (15,4) % verbessert
  • Verwaltungsaufwand um 16 % gesenkt
  • CEO Ermisch: "Transformation vorantreiben, profitabel werden"

Hamburg, 28. März 2019 - Die Hamburg Commercial Bank AG schließt das Geschäftsjahr 2018 mit einem positiven Ergebnis, solidem Neugeschäft und starken Kapitalquoten ab. Zudem hat die Bank ihre Privatisierung erfolgreich abgeschlossen, die Kosten deutlich gesenkt und Altlasten nahezu komplett abgebaut. Damit steht die Hamburg Commercial Bank am Beginn einer mehrjährigen und tiefgreifenden Transformation, für die bereits 2018 wichtige Weichenstellungen vorgenommen wurden.

„Wir haben im wegweisenden Jahr 2018 ein ordentliches Konzernergebnis erreicht, trotz aller Unwägbarkeiten und Belastungen im Zuge der Privatisierung. Nun werden wir alles daransetzen, uns zu einer angemessen profitablen Bank zu entwickeln. Dafür treiben wir die bereits begonnene Transformation mit aller Kraft weiter konsequent voran. Unser Ziel ist es, eine effizientere und schnellere Bank zu sein, die ihre Kunden mehr denn je in den Mittelpunkt stellt und Mehrwert für die Aktionäre schafft“, sagte Stefan Ermisch, CEO der Hamburg Commercial Bank.

Sondereffekte und Privatisierung prägen Konzernergebnis

Das Ergebnis vor Steuern von 97 (-453) Mio. Euro profitierte von einer guten Entwicklung im operativen Geschäft ebenso wie von Einsparerfolgen auf der Kostenseite. Daneben wurde das Konzernergebnis von Sondereffekten im Zuge der neu zu ordnenden Passivseite der Bilanz und von hohen Privatisierungskosten beeinflusst. Allein die Aufwendungen für die Restrukturierung der Bank belasteten das Ergebnis mit -366 (-66) Mio. Euro. Die im Jahr 2018 letztmalig laufenden Gebühren für die Garantie und die Einmalzahlung für deren Aufhebung schlug mit -158 (-149) Mio. Euro zu Buche. Nach Steuern lag das Konzernergebnis bei 77 (-528) Mio. Euro.

Der Gesamtertrag im Konzern stieg leicht auf 1.586 (1.547) Mio. Euro und wurde vom Zinsüberschuss in Höhe von 1.592 (880) Mio. Euro getragen, der neben den Erträgen aus dem operativen Geschäft auch die Neubewertung hybrider Finanzinstrumente beinhaltet.

Neugeschäft nahezu auf Vorjahresniveau

Das Neugeschäft erreichte mit 8,4 (8,6) Mrd. Euro nahezu das Vorjahresniveau und die Margen zeigten bereits spürbar die konsequente Ertragsfokussierung der Bank. Im Bereich Immobilienkunden lag das neu kontrahierte Geschäft bei 4,6 (4,7) Mrd. Euro, im Shipping bei 1,0 (0,5) Mrd. Euro. Finanzierungen für klassische Firmenkunden wurden mit Blick auf den wettbewerbsbedingten Margendruck gebremst und es wurde Neugeschäft in Höhe von 2,8 (3,1) Mrd. Euro geschrieben.

Auf der Kostenseite hat die Bank weitere Erfolge erzielt und den Verwaltungsaufwand um 16 % auf -402 (-481) Mio. Euro gesenkt. Der Personalaufwand sank auf -198 (-230) Mio. Euro und spiegelt die reduzierte Mitarbeiterzahl im Konzern von 1.716 (31.12.2018: 1.926, Vollzeitarbeitskräfte). Der Sachaufwand verringerte sich auf -186 (-215) Mio. Euro und die Abschreibungen auf Sachanlagen auf -18 (-36) Mio. Euro.

Konservative Risikovorsorge – CET1-Quote weiter gestiegen

Mit Blick auf die steigenden konjunkturellen Unsicherheiten in Europa und mögliche weltweite Handelskonflikte sowie für Einzelengagements hat die Bank Risikovorsorge in Höhe von -287 (-1.402) Mio. Euro gebildet und hält damit an ihrem konservativen Ansatz fest. Im Vorjahr hatten signifikante Zuführungen für Altkredite die Risikovorsorge stark belastet. Nach Deviseneffekten sowie letztmaliger Kompensation und Sicherungswirkung aus dem Kreditderivat der inzwischen beendeten Garantie belief sich die Risikovorsorge auf insgesamt -367 (-1.276) Mio. Euro.

Die Non-Performing Exposure-Quote sank mit dem nahezu vollständigen Abgang leistungsgestörter Kredite im Zuge der Privatisierung auf rund 2 % (Ende 2017: 10,4 %). Die Abdeckungsquote (Coverage Ratio) für die nicht performanten Kredite lag zum Jahresultimo bei guten 57,6 %.

Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) wurde gegenüber Vorjahr weiter auf 18,5 % (Ende 2017: 15,4 %) verbessert und liegt damit auch im Marktvergleich auf einem sehr hohen Niveau. Zu dem Anstieg trugen insbesondere die reduzierten Risikoaktiva (RWA) bei, die mit dem rückläufigen Geschäftsvolumen in der Abbaubank und geringeren Marktrisiken einhergingen. Die Leverage Ratio festigte sich mit 7,4 (7,7) % auf einem guten und weit über den regulatorischen Anforderungen liegenden Wert.

Die Konzernbilanzsumme verringerte sich erwartungsgemäß und insbesondere mit dem Verkauf leistungsgestörter Altkredite um rund ein Fünftel auf 55 (70) Mrd. Euro.

Ausblick

Die Bank geht für das Geschäftsjahr 2019 von einem leicht positiven IFRS-Konzernergebnis vor Steuern aus, vorbehaltlich nicht vorhersehbarer Effekte aus der Restrukturierung.

„Wir konzentrieren uns im laufenden Jahr auf die Steigerung der operativen Performance und wollen unsere Rentabilität deutlich erhöhen. Dafür werden wir den tiefgreifenden Umbau der Bank weiterhin zügig und stringent fortführen“, sagte CEO Stefan Ermisch.

Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS, in Mio. Euro) Jan – Dez 2018 Jan – Dez 2017 Veränderung
in %
Zinsüberschuss 1.592 880 81
Provisionsüberschuss 35 65 -46
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -9 -18 50
Ergebnis aus FVPL kategorisierten Finanzinstrumenten1 -136 254 >-100
Ergebnis Finanzanlagen 102 62 65
Ergebnis aus AC-kategorisierten finanziellen Vermögenswerten 2 302 -99
Ergebnis aus nach der Equtiy-Methode bilanzierten Finanzanlagen - 2 -100
Gesamtertrag 1.586 1.547 3
Risikovorsorge -316 -2.086 -85
Sicherungswirkung aus Kreditderivat Zweitverlustgarantie -51 810 >-100
Verwaltungsaufwand -402 -481 -16
Sonstiges betriebliches Ergebnis -107 21 >-100
Aufwand für Regulatorik, Einlagensicherung Bankenverbände -89 -49 82
Ergebnis vor Restrukturierung und Privatisierung 621 -238 >100
Ergebnis aus Restrukturierung und Privatisierung -366 -66 >-100
Aufwand für öffentliche Garantien -158 -149 6
Ergebnis vor Steuern 97 -453 >100
Ertragsteuern -20 -75 -73
Konzernergebnis 77 -528 >100
Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis 7 7 -
Den Hamburg Commercial Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 70 -535 >100


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Weitere Kennzahlen des Konzerns 31.12.2018 31.12.2017
Bilanzsumme in Mrd. Euro 55 70
Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote in %)2 18,5 15,4
Leverage Ratio (in %) 7,4 7,7
Mitarbeiter/-innen (VAK) 1.716 1.926


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1 Im Vorjahr (unter IAS39) Position Handelsergebnis

2 phasengleich

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